20 Mai 2016
Mai 20, 2016

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Berlin, 20.5.16 – Dadurch wird die Betriebliche Entgeltumwandlung noch attraktiver!

In den vergangenen Wochen wurden die Pläne des Bundesfinanzministeriums (BMF) bekannt, denn der Höchstrechnungszins in der Lebensversicherung soll Anfang 2017 erneut gesenkt werden. Diese Pläne sind die direkte Folge der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank und bedeute für Privatsparer nichts Gutes. Dies wäre ein neuer Tiefstand, denn um die Jahrtausendwende waren es noch 4,0 Prozent Garantieverzinsung.

Versicherer dürfen ihren Kunden ab 01.01.2017 statt 1,25 Prozent also nur noch maximal 0,9 Prozent Verzinsung auf die Ersparnisse garantieren, die die Kunden in neu abgeschlossene klassische Lebens- und Rentenversicherungen investieren. Die Gesamtverzinsung inklusive Überschüssen sinkt dadurch deutlich unter das Niveau der Garantieverzinsung vor 2004.

Ein gewaltiges Medienecho war die Folge. Vertreter der Parteien, der Bund der Versicherten und der Gesamtverband der Deutschen Versicherer haben sich dagegen positioniert. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hatte die BMF-Pläne in einer ersten Reaktion als zu kurzfristig und zu weitgehend bezeichnet, da die Versicherungswirtschaft mehr Zeit benötigen würde.

Höchstrechnungszins

Warum wird der Garantiezins abgesenkt?

Die Versicherer sollen nur solche Zusagen machen, die sie auch einhalten können. Der Schritt ist eine Reaktion auf die anhaltend niedrigen Zinsen, die vor allem den Lebensversicherern zu schaffen machen. Sie haben Schwierigkeiten, die Garantien an den Kapitalmärkten zu erwirtschaften, die sie ihren Versicherten versprochen haben. „Die Überprüfung des Höchstrechnungszinses hat ergeben, dass eine Senkung auf 0,9 Prozent erforderlich ist“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. „Zugleich setzt die Senkung unter ein Prozent ein deutliches Signal, dass die Lebensversicherer ihre Rückstellungen noch vorsichtiger kalkulieren müssen.“

Lohnt sich der Abschluss eines Altersvorsorgevertrages überhaupt noch?

Wer jetzt vor der Entscheidung steht, einen neuen Vertrag als Vorsorge fürs Alter abzuschließen, sollte darauf achten, dass die Rendite nicht nur aus der Verzinsung kommt, sondern beispielsweise aus der staatlichen Förderung. Gerade die Entgeltumwandlung bietet dem Arbeiternehmer besondere Anreize, da die Beiträge aus dem Bruttoeinkommen gezahlt werden und umfangreich durch Steuer- und Sozialabgabenersparnisse gefördert werden.

Kapitalmarktnahe Absicherungen als Strategie der Zukunft?

Zusätzlich bietet der AUPU Versorgungswerk e.V. eine neue Tarifgeneration an, die auf die klassische Police mit der Mini-Garantie verzichtet und auf die neue Vertragsgeneration mit Beitragsgarantie und automatischer jährlicher Renditesicherung setzt. Hierdurch kann der Sparer der derzeitigen Niedrigzinsphase gelassen entgegensehen. Rendite werden nicht nur aus der konventionellen Anlage gewonnen, sondern in guten Börsenmonaten auch die Gewinne des Kapitalmarktes dem Vertrag zugeführt und jährlich festgeschrieben.